Der Hofemühlenstollen in Königstein

Die Wasserkraft der Biela wurde in Königstein von verschiedenen Mühlen genutzt. Eine dieser Mühlen war die wahrscheinlich schon seit dem 15. Jahrhundert bestehende Hofemühle. Die Mühle existiert heute nicht mehr, auf ihrem Grundstück befindet sich seit 2002 das Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Königstein.

Unweit des ehemaligen Mühlenstandortes befindet sich am rechten Bielahang eine kleine Stollenanlage, die nach der Mühle benannt ist. Der Königsteiner Hofemühlenstollen ist ca. 50 Meter lang. Er wurde weitgehend in natürlichen Klüften aufgefahren, so dass Auffahrungs- und Abbauspuren nur an wenigen Stellen vorhanden sind. Nur an zwei kleinen Stellen weicht der Stollen kurz von der natürlichen Klüftung ab. Der Verlauf in der Kluft bringt eine stark schwankende Höhe mit sich, die zwischen etwa 0,5 Meter und 1,5 Meter beträgt.

Über die Geschichte des Stollens liegen uns (noch) keine Informationen vor. Es kann vermutet werden, dass die Anlage der Wasserversorgung diente. Dafür sprechen auf der Sohle verlegte Wasserrohre, zwei im Querschnitt vorhandene (heute kleine) Ziegelmauern, ein im hinteren Teil des Stollens vorhandener und sauber behauener kleiner Sandsteintrog (48x70 Zentimeter) sowie ein kleines vor der Ortsbrust in der Stollensohle eingehauenes Sandsteinbecken.

Wer nähere Informationen über die Geschichte dieser Anlage hat, kann uns unter bergbaufreunde(at)gmx(dot)de gern kontaktieren.

Heute ist der Stollen mit einer Gittertür verwahrt und dient als Fledermausquartier. Im Zuge der Winterkontrolle dieses Quartiers wurden im Dezember 2015 folgende Fledermausarten im Stollen aufgefunden:

Im Dezember 2016 stellte sich die Situation wie folgt dar:

Zudem fand sich am Mundloch ein Prachtexemplar eines Feuersalamanders...


Blick auf das kleine Mundloch des Hofemühlenstollens

Im Mundlochbereich finden sich massive Sandsteinmauerungen

Blick aus dem Stollen zum Mundloch

Reste des eisernen Wasserrohres auf der Stollensohle und eine der Ziegelmauern im Hintergrund

Hier folgt der Stollen der natürlichen Klüftung, im Hintergrund ist die bergmännische Auffahrung sichtbar

Der Stollenverlauf in der Kluft

Auch hier noch einmal mit den Resten der Wasserleitung

Reste der Ziegelmauerung

Der Stollenverlauf in der Kluft

Reste der Wasserleitung

enger Durchgang im hintersten Bereich des Stollens

hier befindet sich dieser sauber ausgeschlagene Sandsteintrog

eine Kleine Hufeisennase im Hofemühlenstollen

Dieses wunderschöne Exemplar eines Feuersalamanders beobachtete unser Treiben am Mundloch
 

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